KeyNote on (P)LM, hashtag#ERP, hashtag#CPQ, hashtag#MES and hashtag#CRM - a new perspective, a new universe

Digital Supply Chain

Die Digital Supply Chain der Zukunft unter den Bedingungen der multidimensionalen Disruption - ein Schlüssel für die Zukunft. 🔑

🌍 Die Digital Supply Chain der Zukunft unter den Bedingungen der multidimensionalen Disruption – ein Schlüssel für die Zukunft. 🔑

Letzte Woche hatte ich die Gelegenheit, die Zukunft der digitalen Supply Chain in vielen verschiedenen Kontexten zu diskutieren. Link zum Post

Zu den Highlights gehörte meine KeyNote über (P)LM, ERP, MES und CRM – eine neue Perspektive, ein neues Universum. Dies sowohl auf der

  • 👉 30-Jahr-Feier der ISAP AG mit Daniel Dirssler (toller Event, beeindruckende Location: Link zum Post) als auch bei der
  • 👉 SAP Co-Innovation Council mit Ismail Serin und Frederik Breckwoldt (Link zum Post). 🌟

Spannende Diskussionen zeigten einen starken Trend für die digitale Lieferkette der Zukunft.

Ein Schlüssel für die diskrete Industrie ist die Realisierung hybrider modularer Bausteine in internationalen Fabriknetzwerken mit voller Rückverfolgbarkeit, Transparenz und Kostenkontrolle in unternehmensübergreifenden Szenarien. 🛠️

Einige von Ihnen werden vielleicht sagen: „Das diskutieren wir schon seit 20 Jahren!“ Und manche behaupten, sie könnten es bereits. Aber meine Erfahrung zeigt, dass es zwar tolle Ansätze gibt, das Thema aber erst am Anfang steht.
In den Diskussionen kristallisiert sich aber heraus, dass wir kurz davor stehen, dieses Thema methodisch vollständig zu durchdringen, es im Detail zu erklären und – eine geeignete Kombination von IT-Anbietern vorausgesetzt – auch konsistent in den IT-Systemen abbilden zu können. 💡

Nun kurz zu einer Erläuterung der Begriffe:

  • 👉 Hybride Baukästen
    sind vollständig konfigurierbare Module, die zum Teil bereits im Fabrikverbund industrialisiert sind und zum Teil nicht. Sie vereinen hierarchisch verschachtelt die bisherigen Prozessmuster CTO/ETO/ETO-A und STO (werden oft als CTO+ subsumiert) und können sich zu CTO+ zusammenschließen. Die Industrialisierung dieser erfolgt im ERP-nahen PLM, in dem aus den Parts der EBOM oder TOS die lokalen M(RP)BOM-Sinippets (Unterstruktur auf der Blattebene) ergänzt werden (behandle ich in einem zukünftigen Post).
  • 👉 internationaler Werksverbund mit voller Nachvollziehbarkeit, Transparenz und Kostenkontrolle in Intercompany-Szenarien
    erfordert M(RP)-BOM’s im Werksverbund ergänzt durch die Logistikebenen z.B. für internationale Kostenkalkulation, operatives Make or Buy, Local Content und Local Refinement.

Es war eine tolle intensive Woche und ich freue mich auf weitere Diskussionen und Umsetzungsprojekte. Diese Ansätze zu implementieren ist eine große Aufgabe. Wir können uns dabei nicht viele Fehler leisten. Außerdem ist die Intensität und der Aufwand, der dahinter steckt, oft ein blinder Fleck für die Führungsebene.

Nun, es ist wie immer bei den Königsfällen. Sie sind extrem anspruchsvoll, aber derjenige, der sie zuerst umgesetzt hat, ist der König 😊.

Also, was denken Sie? Ich bin gespannt auf eure Erkenntnisse zu diesem Thema! 📢

Future Digital Supply Chain – Outsourcing was Yesterday! Why We Need Flexible Production in International Plant Networks 🌍🔗

Post 2

Future Digital Supply Chain - Outsourcing was Yesterday! Why We Need Flexible Production in International Plant Networks

🌱 Resilienz, Sustainability, Flexible Sourcing, Environmental Compliance, Digital Supply Chain – Schlagworte, die ihr bestimmt schon mal gehört habt. Doch wie hängen diese zusammen?

…und was hat nun wieder PLM, ERP und die M(RP)-BOM damit zu tun? 🤔

In einer Reihe von Posts möchte ich mich dem Thema nähern. Heute fange ich mal ganz vorne an und schreibe, bis das Textlimit von LinkedIn mir Einhalt gebietet 😊.

Noch in den 90er und 00er Jahren war Outsourcing hip. Primäres Ziel war es, Herstellkosten zu senken und damit im internationalen Wettbewerb bestehen zu können. Digitalisierung und die Sorge vor der Disruption von Geschäftsmodellen hat dann den Fokus auf Innovation und Technologieführerschaft gelenkt. Kunden ein technologisch überragendes Produkt, dem individuellen Kundenwunsch entsprechend, liefern zu können, war dabei der zentrale Schlüssel 🔑.

Mit der COVID-Pandemie drang die Fragilität der Supply Chains ins Bewusstsein. Mit dem Trendthema Sustainability, das eine Vielzahl von Vorschriften und Vorgaben mit sich bringt, kommt nun ein weiteres Thema hinzu, dem sich Unternehmen stellen müssen.

Nun, der Lösungsansatz dafür ist die Fähigkeit, flexibel im internationalen Werksverbund produzieren zu können. Warum ist das so?

Um die lokalen Vorschriften erfüllen zu können und zudem auf individuelle Bedürfnisse der Kunden eingehen zu können, ist die Fähigkeit eines regionalen Customizings zwingend. Um kritische Komponenten des Produkts flexibel je nach aktueller Lage der Supply Chain sicher beschaffen zu können, ist eine verteilte Komponentenproduktion in unterschiedlichen Einheiten notwendig. Diese ermöglicht es auch, Sustainability zu fördern, da flexibel dort produziert werden kann, wo Produktionsressourcen – allen voran Energie – besonders klimaneutral und auch günstig zur Verfügung stehen.

Die Fähigkeit der flexible production in international Plant Networks ist damit zukünftig zentral 🌟.

Wie sich das tatsächlich umsetzen lässt? Dafür gibt es unseren RIM-Ansatz der Prospective Resilience through holistic management of the Digital Supply Chain in an integrated Plant Network.

Wie dieser genau funktioniert, werde ich in einer Reihe von Posts erläutern, die ich auf unserem Blog an dieser Stelle zusammenfasse: https://stz-rim.com/digital-supply-chain/.

Eine M(RP)-BOM, die fähig ist, einen Intercompany-Prozess zu tragen, in Verbindung mit einem ERP-System, das Intercompanyprozesse rechtlich selbstständiger Einheiten im Konzern abbilden kann, ist absolute Voraussetzung.

Nun, was meint ihr dazu? Wie seht ihr die Notwendigkeit der Produktion im internationalen Werksverbund? 💭

Und wenn ihr Unterstützung bei der Konzeption eures Werksverbunds braucht, kontaktiert uns noch heute 👉

#DigitalSupplyChain #Innovation #Sustainability #ERP #Technology #BusinessResilience #FutureOfWork

Future Digital Supply Chain – M(RP)-BOM as Key for International Plant Networks and Intercompany Processes – Today Just the Basics 🌐🔑

Post 3 

Bildvorschau

Ein weiterer Post in meiner Reihe zum Thema Future Digital Supply Chain und der Notwendigkeit von International Plant Networks.

Es geht um die zentrale Datenstruktur und damit den Schlüssel, der solche Prozesse überhaupt erst ermöglicht.

Es ist die M(RP)-BOM (nicht die MBOM!), die mit ihren Dispositionsstufen (nicht immer Baugruppen) Intercompany Processes erst ermöglicht.

Um zwischen Werken in unterschiedlichen juristischen Einheiten wertschöpfend agieren zu können, ist es notwendig, Mengen und Werteflüsse zwischen diesen Unternehmenseinheiten zu verfolgen und konzerninterne Wertschöpfung ausweisen zu können.

Was sind Dispositionsstufen?

Früher hat man oft Baugruppen gesagt und damit Baustufen eines Produkts gemeint, die montierbar sind.

Dispositionsstufen sind nun Struktureinheiten, die die physikalischen Entitäten, die innerhalb von Werken gelagert und/oder zwischen Werken geliefert werden, abbilden. Sie werden zudem kostenmäßig bewertet und bilden damit auch den Wertefluss und auch die Wertzunahme eines Produktes ab. Dispositionsstufen können assemblierte Baugruppen sein, sie müssen es aber nicht. Manchmal sind es auch nur logistisch zusammengehörige Gruppen.

Im Bild seht ihr eine Beispielsituation, in der drei Werke zusammenarbeiten. Gefertigt wird ein Produkt, das im Heimatmarkt (Company Headquarter) komplett montiert und geliefert wird. Für den internationalen Markt wird in einem Final Assembly Plant montiert, um dann noch in den lokalen Niederlassungen ggf. das Produkt an den lokalen Markt über eine Local Customization anzupassen.

Schlüssel zu den Lieferungen zwischen den Werken innerhalb der juristischen Einheiten sind die Dispositionsstufen in den M(RP)-Boms (Rote Knoten) im Bild.

Struktursemantisch herausheben möchte ich dabei einige typische Besonderheiten, die im Bild in den Details A, B und C vermerkt sind.

Bild Detail A: Local Sourcing. Die beiden Baugruppen in den Stücklisten haben Material von unterschiedlichen Lieferanten in der Struktur. Hier muss genau abgewogen werden, wie dies abgebildet wird, um eine flexible Steuerung der Supply Chain zu ermöglichen.

Bild Detail B: Das Lead Plant ist Komponentenlieferant für das Final Assembly Plant. Die Dispositionsstufe muss dann im Lead Plant abgebildet sein. Dies ist jedoch oft nicht der Fall, wenn das Lead Plant oft Linienmontage mit Perlenkette optimiert ist.

Bild Detail C: Local Customizing Umfang. Eine lokale Veränderung des Produkts für den regionalen Markt. In den heute oft vorzufindenden Abbildungen in ERP und PLM-Systemen gehen diese Fälle oft unsichtbar unter, da die Werke autark das Customizing vornehmen. Dies wird jedoch durch Nachweispflichten zunehmend zum Risiko. Hier gilt es durch moderne Strukturkonzepte dieses Dilemma aufzulösen.

Ihr seht, die M(RP)-BOM ist der Schlüssel für das Arbeiten im Unternehmensnetzwerk. Sie ist weit von den Gedanken der MBOM, wie wir sie einst in der Digitalen Fabrik gesehen haben, entfernt. Da das Arbeiten im Werksverbund immer wichtiger wird, ist es aus meiner Sicht für Unternehmen dringend notwendig, sich mit einem ganzheitlichen Konzept für eine moderne M(RP)-BOM zu beschäftigen.

Was meint ihr dazu?

#SupplyChain #DigitalTransformation #Industry4.0 #Manufacturing #ERP #PLM #Innovation

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