Krise der Digitalisierung

Die Krise der Digitalisierung

Darunter versteht Prof. Jörg W. Fischer die Ernüchterung bzw. Erkenntnis, dass mit den althergebrachten Ansätzen der Digitalisierung, Unternehmen immer weniger weiterkommen.

Die Krise der Digitalisierung – Warum wir alle unser Mindset ändern müssen!

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In vielen Beratungssituationen – insbesondere wenn ich mit C-Level Management über Digitalisierung spreche, erlebe ich Ernüchterung. Nicht Ernüchterung über die Digitalisierung an sich. Allen ist klar, dass Digitalisierung einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung und zum zukünftigen Erfolg von Unternehmen leisten wird. 

Die Ernüchterung ist vielmehr die Erkenntnis, dass mit den althergebrachten Ansätzen Unternehmen zunehmend weniger weiterentwickelt werden können. Nun, ihr kennt das vielleicht – die Sales der Vendoren von ERP, CRM, PLM, CPQ, MOM… kommen in Unternehmen, zeigen fancy Demos mit dem Ziel, schnell zu verkaufen. Nach dem Verkauf bemerkt der Kunde dann, dass das Gezeigte mitnichten in seinem Unternehmen funktioniert. 

Ich erlebe immer häufiger, dass dieser klassische Vertriebsansatz unter Druck gerät. Viele Unternehmen sind immer weniger bereit, die Sales der Anbieter in Meetings zu lassen. Sie wollen nicht noch mehr Software kaufen oder mieten. Sie wollen einfach eine Lösung für ihre individuelle Problemstellung. 

Warum ist das so? Ihr seht es auf meinem Bild. In den 1990er Jahren war die Softwarebebauung von Unternehmen in den Kinderschuhen. Die ersten PPS und ERP Systeme wurden implementiert. Darum gab es eine riesige grüne Wiese auf der sich jeder entfalten konnte.

Mit dem Vergehen der Jahre entstand nun ein Wildwuchs. Fast jeder Bereich in Unternehmen ist mit Software bebaut (Bild unten 2024). Unternehmen vertragen in bereits bebauten Bereichen kein anderes System. Viele würden nun sagen, ja das ist ein Schnittstellenproblem. Auch das ist falsch!

Die besetzten Felder müssen nicht technisch (das ist immer leicht) sondern informationssemantisch zusammengebracht werden, sodass das Gesamtsystem besser funktioniert und mit immer weniger Hilfe von Menschen auskommen, die durch semantische Anpassung der Daten als lebende semantische Schnittstelle agieren.

Das verändert aus meiner Perspektive sowohl den Vertrieb von Software als auch den Beratungsansatz. Ich glaube, in absehbarer Zeit wird sich Industriesoftware nur noch verkaufen lassen (egal ob on Prem, Subscription oder Cloud), wenn die Vendoren aufzeigen können, wie für den konkreten Kundenfall eine ganzheitliche Lösung methodisch und technisch aussehen kann und dies lange vor dem Close des Deals in einem ausführlichen realitätsvergleichbaren PoC nachgewiesen wird.

Das verändert auch den Beratungsansatz für Unternehmen. Der Fokus wird die Fähigkeit der Berater sein, eine ganzheitliche Informationsarchitektur methodisch zu konzipieren und in vorhandenen und punktuell auch neu hinzugefügten Systemen umzusetzen. Dabei wird der Fokus vom Prozess weg hin zur Informationsarchitektur gehen.

Was meint ihr dazu? Wir vom RIM haben schon 2012 Methoden entwickelt, wie wir genau das realisieren können. Gerne zeigen wir euch, wie wir vorgehen und wie sich das umsetzen lässt. 🤝

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